Johannes Krisch gehörte zu den markantesten Schauspielern Österreichs und war auch dem deutschen Publikum bestens bekannt. Der Wiener arbeitete jahrzehntelang für Theater, Film und Fernsehen. Er starb am 27. Juli 2026 im Alter von 59 Jahren nach langer Krankheit.
Seine Karriere reichte vom Wiener Burgtheater bis zu international beachteten Kinoproduktionen. Besonders „Revanche“, „Jack“, „Der Trafikant“ und „Märzengrund“ machten seine intensive Spielweise sichtbar. Dabei verkörperte er häufig Figuren, die Verletzlichkeit, Härte und innere Konflikte miteinander verbanden.
Krisch war ein österreichischer Theater-, Film- und Fernsehschauspieler, geboren 1966 in Wien. Jahrzehntelang gehörte er zu wichtigen Bühnenensembles und spielte zahlreiche prägnante Filmrollen. Große Anerkennung erhielt er unter anderem für „Revanche“ und „Jack“. Im Juli 2026 starb er nach langer Krankheit.
| Bereich | Wichtige Information |
|---|---|
| Geboren | 8. Dezember 1966 in Wien |
| Gestorben | 27. Juli 2026 in Wien |
| Beruf | Schauspieler |
| Wichtige Bühne | Wiener Burgtheater |
| Spätere Bühne | Theater in der Josefstadt |
| Bekannter Film | „Revanche“ |
| Weitere Filme | „Jack“, „Der Trafikant“, „Märzengrund“, „Wald“ |
| Bedeutende Auszeichnung | Österreichischer Filmpreis für „Jack“ |
| Diagonale | Großer Schauspielpreis 2017 |
| Berufstitel | Kammerschauspieler |
Kurz zusammengefasst
- Der Schauspieler wurde 1966 in Wien geboren und absolvierte zunächst eine Tischlerausbildung.
- Über Arbeiten am Theater fand er schließlich selbst auf die Bühne.
- Ab 1989 gehörte er drei Jahrzehnte zum Ensemble des Wiener Burgtheaters.
- „Revanche“ machte ihn auch international stärker bekannt.
- Für „Jack“ gewann er 2016 den Österreichischen Filmpreis als bester männlicher Hauptdarsteller.
- 2017 erhielt er den Großen Diagonale-Schauspielpreis.
- Seine späteren Arbeiten umfassten Film, Fernsehen und Rollen am Theater in der Josefstadt.
- Er starb am 27. Juli 2026 nach langer Krankheit.
Johannes Krisch: Vom Tischler zum Schauspieler

Johannes Krisch begann seinen Berufsweg nicht mit einer klassischen Theaterkarriere. Zunächst ließ sich der österreichische Schauspieler Johannes Krisch zum Tischler ausbilden und arbeitete auch an einem Bühnenbild. Über diese praktische Arbeit kam er zunehmend mit dem Theaterbetrieb in Berührung.
Ab 1986 arbeitete er als freier Schauspieler in Wien. Nach Auftritten auf kleineren Bühnen wechselte er 1988 an das Theater Liechtenstein. Schon ein Jahr später folgte ein entscheidender Schritt seiner Laufbahn.
1989 wurde Krisch Mitglied des Wiener Burgtheaters. Dort arbeitete er mit Regisseuren wie Claus Peymann, Jürgen Flimm und Leander Haußmann. Die lange Zeit am Haus prägte seinen Ruf als vielseitiger und kompromissloser Bühnendarsteller.
Drei Jahrzehnte am Wiener Burgtheater
Bis 2019 gehörte der Wiener Schauspieler dem Ensemble des Burgtheaters an. Seine Rollen reichten von klassischem Schauspiel bis zu moderner österreichischer Dramatik. Das Haus nahm ihn später sogar in seine bekannte Porträtgalerie bedeutender Ensemblemitglieder auf.
Seine Bühnenarbeit war durch körperliche Präsenz und eine oft raue Direktheit geprägt. Gleichzeitig konnte er Figuren leise, verletzlich und widersprüchlich anlegen. Diese Verbindung wurde später auch für seine Filmrollen wichtig.
Nach seiner Burgtheater-Zeit spielte Krisch unter anderem am Theater in der Josefstadt. Dort war er beispielsweise in „Von Mäusen und Menschen“ als Candy zu sehen. Auch in der Spielzeit 2025/26 blieb er mit Produktionen des Hauses verbunden.
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„Revanche“ wurde zum entscheidenden Kinofilm
Für viele Kinofans bleibt „Revanche“ aus dem Jahr 2008 eine seiner wichtigsten Arbeiten. Regisseur Götz Spielmann besetzte ihn als Alex neben Irina Potapenko und Ursula Strauss. Das Drama verbindet Kriminalgeschichte, Verlust, Schuld und die Frage nach möglicher Versöhnung.
Der Film erlangte weit über Österreich hinaus Aufmerksamkeit. „Revanche“ wurde für den Oscar in der damaligen Kategorie des fremdsprachigen Films nominiert. Für den Hauptdarsteller bedeutete der Erfolg eine deutlich größere internationale Sichtbarkeit.
Gerade Alex zeigte viele Eigenschaften, die seine späteren Rollen kennzeichneten. Die Figur wirkt körperlich stark, zugleich emotional angeschlagen und zunehmend verzweifelt. Krisch brauchte dafür keine übertriebene Darstellung und vertraute stark auf Blick, Haltung und Stimme.
Filme und Serien, die deutsche Zuschauer kennen könnten
Seine Filmografie blieb nach „Revanche“ vielseitig. Er spielte unter anderem in „Die Vaterlosen“, „Jack“, „A Cure for Wellness“ und „Aus dem Nichts“. Hinzu kamen „Der Trafikant“, „Narziss und Goldmund“, „Märzengrund“ und „Wald“.
Auch deutsche Fernsehzuschauer konnten ihm regelmäßig begegnen. Zu seinen Arbeiten zählten Produktionen aus dem „Tatort“-Umfeld sowie internationale deutschsprachige Fernsehprojekte. In „Vienna Blood“ und weiteren Serien übernahm er ebenfalls Rollen.
„Der Trafikant“ gehörte zu seinen besonders sichtbaren deutsch-österreichischen Kinoprojekten. Für seine Nebenrolle erhielt er eine Nominierung beim Österreichischen Filmpreis 2019. Den Preis gewann in diesem Jahr Anton Noori für „Cops“.
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Welche Auszeichnungen erhielt er?
Eine seiner bedeutendsten Ehrungen erhielt Krisch 2016. Die Österreichische Filmakademie zeichnete ihn für „Jack“ als besten männlichen Hauptdarsteller aus. Die Akademie führt die Auszeichnung ausdrücklich unter den Gewinnern dieses Jahres.
Bereits 2011 hatte er bei der Diagonale einen Schauspielpreis erhalten. Ausgezeichnet wurde seine Arbeit in mehreren Produktionen dieses Jahrgangs. Dazu gehörte unter anderem Marie Kreutzers „Die Vaterlosen“.
2017 folgte der Große Diagonale-Schauspielpreis für Verdienste um die österreichische Filmkultur. Im selben Jahr wurde ihm außerdem der Berufstitel Kammerschauspieler verliehen. Damit wurde seine Bedeutung für Bühne und Film auch institutionell gewürdigt.
Warum seine Spielweise so unverwechselbar wirkte
Krisch entsprach selten dem klassischen Bild eines glatten Leinwandstars. Sein Gesicht, seine Stimme und seine körperliche Präsenz wirkten unmittelbar und unverwechselbar. Das machte ihn besonders glaubwürdig bei gebrochenen, widersprüchlichen oder schwierigen Figuren.
Seine Rollen konnten bedrohlich erscheinen und wenige Minuten später überraschend verletzlich wirken. Diese Spannung bestimmte viele seiner bekanntesten Darstellungen. Sie erklärt auch, warum Regisseure ihn sowohl für Autorenfilme als auch für große Produktionen besetzten.
Die Jury des Großen Diagonale-Schauspielpreises hob 2017 besonders seine große darstellerische Vielfalt hervor. Sie verwies zudem auf seine Bereitschaft, sich auch schwierigen Rollen und Stoffen auszusetzen. Diese Haltung lässt sich in seiner Filmografie über mehrere Jahrzehnte verfolgen.
Seine letzten Jahre und sein Tod 2026
Noch in den letzten Jahren seiner Karriere stand der Schauspieler regelmäßig auf der Bühne und vor der Kamera. Zu seinen späteren Kinofilmen gehörten „Märzengrund“ und Elisabeth Scharangs „Wald“. In beiden Produktionen spielte er ältere, von ihrer Vergangenheit geprägte Männer.
Am 27. Juli 2026 wurde sein Tod öffentlich bekannt. Nach Angaben des ORF starb er in einem Wiener Krankenhaus im Alter von 59 Jahren. Medien und Filmdatenbanken nannten es eine lange Krankheit, ohne nähere medizinische Einzelheiten zu veröffentlichen.
Im September 2026 nahmen zahlreiche Kolleginnen, Kollegen und Wegbegleiter bei einer Trauerfeier in Wien Abschied. Die Veranstaltung fand in der Feuerhalle Simmering statt. Seine lange Verbindung zur österreichischen Theater- und Filmwelt wurde dort nochmals deutlich.
Privates blieb weitgehend außerhalb der Öffentlichkeit
Der Schauspieler sprach öffentlich stärker über seine Arbeit als über sein Familienleben. Seit 2020 ist er mit der Schauspielerin Larissa Fuchs verheiratet. Bei privaten Einzelheiten blieb die öffentliche Berichterstattung vergleichsweise zurückhaltend.
Diese Zurückhaltung passt zu einer Karriere, die vor allem über Rollen wahrgenommen wurde. Schlagzeilen über das Privatleben standen selten im Mittelpunkt. Stattdessen bestimmten Theaterpremieren, Filme und künstlerische Auszeichnungen sein öffentliches Profil.
Ein Schauspieler, dessen Rollen bleiben
Krisch hinterließ keine Karriere, die sich auf einen einzelnen Publikumserfolg reduzieren lässt. Bühne, Autorenkino, Fernsehen und internationale Produktionen standen gleichberechtigt nebeneinander. Gerade diese Bandbreite machte seine Arbeit über Österreich hinaus interessant.
Wer seine Filmkunst kennenlernen möchte, kann mit „Revanche“ beginnen. Danach zeigen „Jack“, „Der Trafikant“ und „Märzengrund“ weitere Seiten seines Spiels. Seine Theaterarbeiten ergänzen dieses Bild um einen wesentlichen Teil seiner künstlerischen Laufbahn.
Sein Tod im Sommer 2026 beendete eine fast vier Jahrzehnte umfassende Schauspielkarriere. Die Filme und aufgezeichneten Bühnenarbeiten bleiben jedoch zugänglich. Damit bleibt auch die besondere Intensität dieses österreichischen Charakterdarstellers sichtbar.
Häufige Fragen
Wann starb Johannes Krisch?
Er starb am 27. Juli 2026 in Wien. Er wurde 59 Jahre alt. Öffentlich wurde lediglich von einer langen Krankheit gesprochen.
Wie alt wurde der Schauspieler?
Krisch wurde am 8. Dezember 1966 geboren. Zum Zeitpunkt seines Todes war er deshalb 59 Jahre alt. Seinen 60. Geburtstag hätte er im Dezember 2026 gefeiert.
Für welchen Film war er besonders bekannt?
„Revanche“ zählt zu den wichtigsten Filmen seiner Laufbahn. Krisch spielte darin die Hauptfigur Alex. Die Oscar-Nominierung des Films brachte der Produktion internationale Aufmerksamkeit.
Welchen Filmpreis gewann er für „Jack“?
Für seine Hauptrolle in „Jack“ erhielt er 2016 den Österreichischen Filmpreis. Ausgezeichnet wurde er als bester männlicher Hauptdarsteller. Die Österreichische Filmakademie dokumentiert ihn als Gewinner dieser Kategorie.
War er auch Theaterschauspieler?
Das Theater war sogar ein zentraler Bestandteil seiner Laufbahn. Von 1989 bis 2019 gehörte er zum Ensemble des Wiener Burgtheaters. Später arbeitete er unter anderem am Theater in der Josefstadt.
